Du hast eine Liste mit Namen, Fotos und Terminen und willst daraus für jede Person eine eigene Grafik machen. Dieser Guide zeigt drei Wege dahin, an einem Beispiel von der Tabelle bis zu der Person, die ihr Bild teilt. Jedes Level spart einen Arbeitsschritt des vorherigen. Lies ihn einmal ganz, bevor du anfängst. Jeden einzelnen Klick findest du in den verlinkten Anleitungen.
Sechs der 17 Banner aus diesem Guide, jedes aus einer Zeile der Speaker-Liste.
Das Beispiel: Speaker-Banner für den YLW Summit
Der YLW Summit ist eine erfundene Konferenz mit Messe, vom 2. bis 4. April 2026 in Köln. Das Event-Team will allen 17 Speakern vor dem Event ein Banner geben, das sie auf LinkedIn teilen: mit Foto, Name, Rolle und Vortrag. Für Aussteller, Partner oder Teilnehmer geht es genauso.
Zwei Dinge gibt es schon. Das erste ist die Speaker-Liste. Das Team pflegt sie in einer Tabelle und speichert sie als CSV-Datei, mit einer Zeile pro Speaker:
| name | role | session_title | session_day | session_time |
|---|---|---|---|---|
| Maren Holtkamp | Head of Product / Nordlicht Robotics | Teaching Warehouse Robots to Say No: … | 02 April | 10:30 |
| Tobias Reinke | CEO / Nordlicht Robotics | From Pilot to Fleet: … | 03 April | 14:00 |
| Priya Raghunathan | Data Scientist / Helio Analytics | Selling to Engineers … | 03 April | 11:00 |
Dazu kommen die Spalten picture, session_hall und session_stage. In picture steht die Adresse eines Fotos, das schon im Internet liegt, zum Beispiel auf der Website des Events: https://ylw-summit.example/speakers/maren-holtkamp.jpg. Das Foto selbst steckt nicht in der Tabelle. Ein Bild, das du in Excel in eine Zelle einfügst, geht beim Speichern als CSV-Datei verloren. Liegen die Fotos nur auf deinem Computer, lädst du sie in Level 1 im Batch Editor Zeile für Zeile hoch.
Das zweite ist das Template „Speaker session“, mit einem Input-Feld für jede Spalte. Jede Spaltenüberschrift heißt genau wie der Variable name eines Input-Felds. Daran erkennt Bluepic in allen drei Levels, welcher Wert in welches Input-Feld gehört. Wo du die Variablennamen findest, steht in Einstellungen eines Input-Felds.
Die drei Levels im Überblick
Von Level zu Level fallen Arbeitsschritte weg, die du von Hand machst:
Level 1: Bilder mit dem Batch Editor
Im Batch Editor machst du aus jeder Zeile der Speaker-Liste ein Bild. Am Ende hast du 17 fertige Dateien. Den Batch Editor gibt es in allen bezahlten Tarifen.
- Du öffnest das Template im Batch Editor und importierst die Speaker-Liste mit Import Data. Auto Map Fields ordnet jede Spalte dem Input-Feld mit demselben Variablennamen zu. Wenn die Namen stimmen, passt alles auf Anhieb.
- Du schaust dir einige Zeilen in der Vorschau an, vor allem die Bildausschnitte und die längsten Vortragstitel. Sitzt ein Gesicht nicht gut im Bild, passt du den Ausschnitt in dieser Zeile mit Edit Image an. Einen Tippfehler korrigierst du direkt in der Tabelle.
- Du lädst alle Bilder auf einmal herunter, mit Download und PNG. Im Popup File Name Convention wählst du
{{name}}. So heißt jede Datei wie ihr Speaker. Jedes Bild kostet 0,1 Credit. - Du entpackst die ZIP-Datei. Sie enthält ein Bild pro Speaker, von
Amara Nwosu.pngbisYuki Tanaka.png.
Jetzt hast du die Bilder, aber die Speaker noch nicht. Du schreibst jedem eine E-Mail und hängst sein Bild an. Die Bilder sind fertig, Speaker können daran nichts mehr ändern. Schickt jemand ein neues Foto oder einen geänderten Titel, erzeugst du sein Bild neu und schickst es noch einmal.
Jeden Klick zeigt Designs mit dem Batch Editor erzeugen.
Level 2: Persönliche Links verschicken
Statt Bildern verschickst du Links. Jeder Speaker öffnet seinen Link und findet sein Banner fertig ausgefüllt im Design-Generator. Das ist die Seite, auf der Nutzer ein Template ausfüllen und exportieren. Dort tauscht er bei Bedarf das Foto, korrigiert einen Tippfehler und lädt das Banner selbst herunter oder teilt es auf LinkedIn. Du erzeugst und verschickst keine Bilder mehr.
Dafür brauchst du eine Campaign mit dem Template. Im Beispiel heißt sie „YLW Summit 2026 – Speakers“. Wie du eine anlegst, steht in Campaign erstellen.
- Du öffnest in der Campaign den Schritt Share und klickst auf Generate URLs. Ein Popup öffnet sich. Download CSV template lädt eine CSV-Vorlage herunter. Sie zeigt, welche Spalten die Campaign erwartet:
emailund eine Spalte pro Variable. - Du fügst der Speaker-Liste aus Level 1 vorne die Spalte
emailmit den E-Mail-Adressen hinzu. Die anderen Spalten heißen schon richtig. - Du importierst die Datei mit Import data. Jede Zeile ist jetzt ein Speaker mit eigenem Link.
- Unter Campaign Links klickst du auf Export CSV. Du bekommst eine Datei mit den Spalten
emailundcampaign_link. - Du importierst diese Datei in dein Mailing-Tool und legst für
campaign_linkein neues Kontaktfeld an, zum Beispiel „Banner-Link“. Die E-Mail-Adresse ordnet jeden Link dem richtigen Speaker zu. - In deinem Mailing setzt du dieses Kontaktfeld als Ziel des Buttons ein. Jeder Speaker bekommt so seinen eigenen Link.
Maren klickt auf den Button. Der Design-Generator öffnet sich mit ihrem Banner. Sie muss nichts ändern und klickt auf Export. Erst dieser Export kostet einen Credit. Speaker, die ihren Link nie öffnen, kosten nichts.
Jeden Klick zeigt Persönliche Links erzeugen: Campaign für jeden Empfänger vorausfüllen.
Level 3: Links direkt aus dem Mailing-Tool
Pflegst du die Speaker schon in deinem Mailing-Tool, brauchst du keine CSV-Datei mehr. Du schreibst einen einzigen Link in dein Mailing. Statt fester Werte enthält er die Platzhalter deines Mailing-Tools, und beim Versand setzt das Tool für jeden Kontakt seine eigenen Daten ein.
Das geht, weil jeder Campaign-Link Daten in seiner Adresse annimmt. Hinter einem ? steht für jedes Input-Feld ein Parameter data.<Variablenname>=<Wert>. Mehrere Parameter verbindest du mit &:
https://template.bluepic.io/ylw-summit-2026-speakers?data.name=Maren%20Holtkamp&data.session_time=10%3A30
Manche Zeichen dürfen in einem Link nicht einfach so stehen, zum Beispiel Leerzeichen und &. In einem Wert stehen sie deshalb als Codes: %20 für ein Leerzeichen, %26 für &. Das nennt man URL-Kodierung. Die Codes musst du nicht kennen. Für einen einzelnen Link kodiert ein kostenloser URL-Encoder im Internet den Wert für dich: Such nach „URL Encoder“, füge den Wert ein und kopiere das Ergebnis. Im Mailing übernimmt das der Platzhalter deines Mailing-Tools (Schritt 3).
- Kopiere im Schritt Share deiner Campaign den Link mit Copy URL.
- Schau die Variablennamen nach. Am schnellsten geht das mit der CSV-Vorlage aus Level 2: Jede Spalte außer
emailist ein Variablenname. Groß- und Kleinschreibung zählt: Einen falsch geschriebenen Namen übergeht Bluepic ohne Meldung, das Input-Feld zeigt dann seinen Standardwert. - Hänge für jedes Input-Feld einen Parameter an den Link. Als Wert setzt du den Platzhalter des passenden Kontaktfelds ein, hier als
[Name],[Rolle]und so weiter:https://template.bluepic.io/ylw-summit-2026-speakers?data.name=[Name]&data.role=[Rolle]&data.session_title=[Vortrag]&data.session_day=[Tag]&data.session_time=[Uhrzeit]&data.session_hall=[Halle]&data.session_stage=[Bühne]
Nimm dabei die Form des Platzhalters mit URL-Kodierung. Dann setzt dein Mailing-Tool beim Versand die Codes von oben selbst ein. In verbreiteten Mailing-Tools sieht das für den Vornamen so aus:
Platzhalter für den Vornamen, laut den Hilfe-Seiten der Anbieter. Stand: Oktober 2026.Mailing-Tool Platzhalter Mit URL-Kodierung Mailchimp *|FNAME|**|URL:FNAME|*Brevo {{ contact.FIRSTNAME }}{{ contact.FIRSTNAME|urlencode }}HubSpot {{ contact.firstname }}{{ contact.firstname|urlencode }}CleverReach {FIRSTNAME}keine Form dokumentiert
Eigene Kontaktfelder wie die Rolle heißen so, wie du sie in deinem Mailing-Tool angelegt hast. Ist ein Kontaktfeld leer, bleibt auch das Input-Feld leer. Anders als in Level 2 zeigt es dann nicht den Standardwert. - Schicke dir eine Test-Mail an einen Kontakt, dessen Daten ein
&oder/enthalten, und öffne den Link. Prüfe, ob jedes Input-Feld den ganzen Wert zeigt.
Ein Foto bringt der Link nur mit, wenn dein Mailing-Tool für jeden Kontakt eine Bild-Adresse kennt (data.picture=<Adresse>, kodiert wie jeder Wert). Meistens kennt es keine. Dann lässt du picture weg, und die Speaker laden ihr Foto im Design-Generator selbst hoch.
Welches Level passt zu dir?
- Du brauchst die Dateien selbst, für deine Website, Bildschirme vor Ort oder die Kanäle des Events: Level 1.
- Die Speaker sollen ihr Banner selbst holen und teilen, und deine Daten liegen in einer Tabelle: Level 2.
- Die Daten liegen schon in deinem Mailing-Tool, und du willst nichts importieren oder exportieren: Level 3.
Die Levels schließen sich nicht aus. Mit derselben Speaker-Liste und demselben Template erzeugst du Bilder für deine eigenen Kanäle und schickst den Speakern zugleich ihre Links.